Forum für Ideen 2019: Länderübergreifend

Forum für Ideen 2019: Länderübergreifend

Erfolgreiche Premiere einer gemeinsamen Veranstaltung der Landkreise Göttingen, Eichsfeld und Werra-Meißner.

Mehr als 100 Gäste aus drei Landkreisen waren gekommen um auf dem Rittergut Besenhausen bei Friedland den Ausführungen des Philosophen Dr. Markus Reimer zu lauschen und sich gemeinsam über agile Methoden der Unternehmensführung auszutauschen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Eingeladen hatte die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungen aus dem Werra-Meißner-Kreis und dem Landkreis Eichsfeld zum „Forum für Ideen“. 

Landrat Bernhard Reuter begrüßte die Gäste und betonte dabei, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit für alle Organisationen in der Region sei. So habe man für die Kooperationsveranstaltung mit dem Rittergut Besenhausen einen Veranstaltungsort gefunden, der eine historische Tradition im Dreiländereck habe, aber auch ein großartiges Ambiente biete. Das örtliche Symbol sei Friedland, wo man die Willkommenskultur schon lange pflege. 

Reuter: „Wir leben in komplexen Zeiten. Das kann man als Risiko betrachten aber auch als Chance.“

Dr. Werner Henning fühlte sich sichtlich wohl und dankte mit herzlichen Worten den Veranstaltern. In seinem Grußwort schilderte der Landrat des Eichsfeldkreises die Geschichte seiner Heimat und betonte, dass die besondere „Eigenbrötlerei“ die Menschen auch vor manchem Irrtum bewahrt habe.  „So gut wie wir auf Kreisebene im Dreiländereck zusammenarbeiten ist beispielhaft in Deutschland.“ Er betonte dabei die Gemeinsamkeiten und die Orientierung ins Oberzentrum Göttingen. 

Auch Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Werra-Meißner-Kreis mahnte in seiner Begrüßung, dass der Austausch nicht an den Ländergrenzen aufhören dürfe. Der Vertreter des Landrates sagte: „Wir drei Landkreise sind sehr zentral in Deutschland. Das übersehen wir oft.“ Als grüne Mitte Deutschlands biete die Region hohe Lebensqualität und vergleichsweise günstige Preise. Mit etwas mehr Transparenz sei auch die Konkurrenz um Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt gemeinsam zu bewältigen. 

Dr. Markus Reimer zeigte den Teilnehmern im Anschluss in einem packenden Vortrag, wie man sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten kann. Dabei verdeutlichte der promovierte Philosoph und Unternehmer aus Bayern, wie man das Potential in Unternehmen oder Organisationen heben könne. Die Welt werde dynamischer, unberechenbarer und auch unsicherer. „Agilität und damit die agile Organisation scheinen eine Art Wunderwaffe für die gegenwärtigen Managementfragen und Herausforderungen zu sein. Darum werden allerorts agile Methoden in Unternehmen eingeführt.“ Anhand von acht Punkten verdeutlichte er, wie Führungskräfte eine agile Umgebung schaffen können. 

Mit dem Veranstaltungsformat „Forum für Ideen“ bietet die WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH seit 2003 den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Innovationspreises eine Plattform zum Austausch und für gewinnbringende Impulse. Im Rahmen der diesjährigen Kooperationsveranstaltung wurde das Format für Unternehmen aus dem Landkreis Eichsfeld und dem Werra-Meißner-Kreis geöffnet. Viele neue Ideen entstehen im Gespräch und durch Anregungen mit anderen Akteuren. Ziel war, dass sich innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in lockerer Atmosphäre bei sommerlichen Temperaturen besser kennenlernen.


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